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SPD Ortsverein Pritzwalk.

SPD Pritzwalk analysiert Wahlergebnisse :

Allgemein

Zur Auswertung der Bürgermeister- und Bundestagswahl trafen sich die Pritzwalker Genossen  im SPD-Bürgerbüro. Vorsitzende Marlies Ferner bedauerte, dass das Wahlergebnis keine Stichwahl ermöglicht habe. Die Gründe dafür sah sie in der Omnipräsenz  des  Vizebürgermeisters in den Medien. Man habe  das Gefühl gehabt, Bürgermeister Brockmann sei ausgewandert, denn er sei öffentlich nicht mehr in Erscheinung getreten. Seinen Amtsbonus habe Dr.Thiel optimal nutzen können, da er seine Wahlkampfaktivitäten aus seinem Amt heraus hätte erfolgreich gestalten können. Erstaunt habe sie das  Briefwahlergebnis: 1 500 Stimmen   für Dr. Thiel zu  500 Stimmen für übrigen drei Kandidaten. Das sei  außerordentlich gut gewesen. Als  faire Verliererin  habe die SPD  ihm zu seinem überzeugenden  Sieg gratulierte. Die SPD-Fraktion erwarte ein konstruktives Miteinander in der Stadtverordnetenversammlung und den Fachausschüssen.

Nach  Einschätzung des  SPD-Bürgermeisterkandidaten Ralf Knacke hätten  der Tür-zu-Tür-Wahlkampf, die Stände am Rathaus und am Kietz bei EDEKA sowie der Roter Grill in den Ortsteilen positive Reaktionen zur seiner Kandidatur und zahlreiche Hinweisen auf  Ortsprobleme aufgezeigt. Sie seien direkt ins Wahlprogramm eingeflossen und würden jetzt von der SPD-Fraktion ins Stadtparlament eingebracht  Auch nach 27 Jahren Brockmann-Ära habe das  Engagement   der drei   Gegenkandidaten keine  Wechselstimmung erzeugt.

 Nach einhellige Versammlungsmeinung habe die große Koalition  keinen  Regierungsauftrag mehr. Nur in der Opposition könne die SPD  regenerieren – mit möglichst vielen frischen Gesichtern  in der Führungsspitze.  Das Wahlprogramm sei zu unverständlich formuliert und vom Normalbürger schwerlich  zu verstehen gewesen. Kaum noch einer möchte Verantwortung für die Allgemeinheit übernehmen, Arbeit in Projekten werde bevorzugt. Dem müsse auch die SPD Rechnung tragen und sich umstellen, um neue Wähler zu gewinnen.

 

Jörg Schilling kritisierte, die große Koalition  habe die Sorgen der kleinen Leute nicht ernst genommnen und dadurch keine überzeugenden Lösungen zu den drängenden Problemen wie Flüchtlingspolitik, innere Sicherheit, Islamismus, soziale Verunsicherung, Bildung, Renten, Gesundheitssystem, Sparhaushalt oder Investitionen angeboten. Die Wiedervereinigung als kapitalistische Übernahme der DDR durch die BRD habe viele Erfolg  versprechende Lebensperspektiven von DDR-Bürger  zerstört. Radikale Stilllegung von Fabriken, damit verbundene Arbeitslosigkeit und  Hartz IV, unsinnige Beschäftigungsprogramme, der allzu großzügige  Westimport in der oberen, mittleren und unteren Führungsschicht  habe zur  Vernichtung materieller und kultureller Grundlagen von DDR-Biographien geführt. Der Umbruch sei viel zu schnell und rücksichtslos verlaufen. Ohne Respekt und Anerkennung für das Geleistete seien DDR-Bürger nur Randfiguren in der ökonomischen Umstrukturierung und im gesellschaftlichen Aufstieg geblieben. Die Folge sei millionenfacher Wegzug  flexibler und  gut Ausgebildeten gen Westen gewesen. In vielen ländlichen Ortschaften gäbe es   keine Schule, keinen Arzt, kein ÖPNV, keine Kneipe, kein Geschäft. Ortzentren wirkten wie  ausgestorben,  geblieben seien  die Alten, die Arbeitslosen und Vereinsamung. Aus diesem Umbruch und der  Verunsicherung habe die AfD  ihre Wählerstimmen gezogen.

 

Abschließend berichtete Justin Lehnert über die  neu entstandene  Organisationsform     SPD plusplus, die vor allem Jüngere und neu eingetretene Mitglieder  anspräche und Interesse durch moderne Mitgestaltungsmöglichkeiten wecken möchte.

 

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